Daten (Teil 3)
Fördertechnik
an Flughäfen ist eine kostspielige Angelegenheit. Die
Gepäckförderanlage am Flughafen von Kuala Lumpur kostet
beispielsweise gut 20 Millionen Euro. Gepäckstücke können
dort mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von bis zu 36
Kilometern pro Stunde über das Förderband bewegt werden.
Die Gepäckförderanlage des Flughafens von Wien hat etwa 40
Millionen Euro gekostet. Das Förderband ist mehr als 12.000
Meter lang. Durch die Gepäckförderanlage können pro
Stunde bis zu 45 Flugzeuge gleichzeitig abgefertigt werden. Der
maximale Durchsatz beträgt bis zu 10.000 Koffer pro Stunde.
Diese werden über mehr als 60 Check-In-Schalter aufgegeben. Für
ankommendes Gepäck stehen gut zehn sogenannte Ankunftsrundläufe
zur Verfügung, an denen Passagiere ihr Gepäck wieder
entgegen nehmen können nach der Landung.
Noch ein paar
weitere Daten vom Flughafen in Nürnberg: hier können pro
Stunde bis zu 2.400 Gepäckstücke verarbeitet werden, was
gut 48 Tonnen entspricht. Die Förderbänder haben eine Länge
von mehr als fünfhundert Metern. Knapp 150 Motoren sorgen für
den Antrieb. Ein halbes Dutzend Röntgengeräte prüfen
den Inhalt der Koffer automatisch auf verdächtige Materialien
und schlagen Alarm bei Gefahrgut.
Dreißig
Mitarbeiter sind für die Gepäckverladung und die
Überwachung zuständig. Gesteuert wird das gesamte System
von zwanzig Hochleistungscomputern. Gepäckförderanlangen
müssen grundsätzlich äußerst flexibel ausgelegt
sein, um gerade in den Stoßzeiten am Morgen oder Nachmittag
alle Gepäckstücke verarbeiten zu können.